Projekte

Scholarship

In Kooperation mit EcoTraining aus Südafrika

Junge Erwachsene aus Botswana können sich bei der Knyphausen Stiftung um ein Bildungsstipendium bewerben, das ihnen die einjährige Ausbildung zu einem professionellen Safari-Guide ermöglicht.

Neben Diamanten, zählt der Tourismus zu den wichtigsten Einnahmequellen Botswanas. Mit seiner soliden Wildtier-Population gilt das Land weltweit als eine der besten Safari-Destinationen. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in der Region, setzt Botswana beim Tourismus auf Qualität, nicht auf Quantität. Um die internationalen Gäste sicher und geschult durch das Land zu führen, bedarf es hervorragend ausgebildeter Guides, die höchsten Anforderungen gerecht werden.

Das Stipendium wird in Form eines Kredits vergeben, der innerhalb von 2 bis 3 Jahren zu Teilen zinslos zurückgezahlt wird. Die Knyphausen Stiftung ist davon überzeugt, dass die Bereitschaft zur Rückzahlung nicht nur die Ernsthaftigkeit des Stipendiaten widerspiegelt, sondern auch den Stolz und die Würde der Geförderten bewahrt.

EcoTraining

Durchgeführt wird die Ausbildung von EcoTraining, einem der angesehensten Anbieter im südlichen Afrika. Seit über 20 Jahren zeichnet sich EcoTraining durch höchste Qualität seiner Programme und Ausbilder aus. Der anspruchsvolle Unterricht in Theorie und Praxis findet in unterschiedlichen Wildnis-Camps statt.
EcoTraining hat seinen Sitz in Südafrika, wo der Ausbilder 3 Wildnis-Camps betreibt. Zusätzlich gibt es ein eigenes Ausbildungscamp in Botswana.

Waste Management

Gecco Investment

Gecco Investment ist ein lokales Unternehmen, mit Sitz in Maun, das für viele Betriebe und Lodges den Müll trennt und zum Recycling nach Südafrika bringt. Da Botswana derzeit noch nicht über eine eigene Recycling-Infrastruktur verfügt, sind die Fahrten in das Nachbarland unabdingbar. Die geleerten Fahrzeuge werden nach Ablieferung des Mülls mit Waren beladen, die in Maun und Umgebung benötigt werden.

In Kooperation mit Gecco Investment

Wie in vielen Ländern der „Dritten Welt“ und in manchen Schwellenländern, stellt auch in Botswana die Müllentsorgung eine große Herausforderung dar. Eine flächendeckend funktionierende Müllabfuhr existiert nicht. Eine weit verbreitete Praxis ist das Vergraben oder Verbrennen des Mülls. Folge davon sind nicht nur starke Luftverschmutzung und Umweltbelastung, sondern auch die Vernichtung von recycle- und wiederverwendbaren Materialien.

Gemeinsam mit Joyce Malema, die gut mit den lokalen Schulen vernetzt ist, konnte die Knyphausen Stiftung Partnerschaften mit zahlreichen Schulen in der Region aufbauen. An diesen Schulen werden regelmäßig Schulungen zum Thema Müllverwertung und -vermeidung durchgeführt. Dabei wird das Netzwerk der sogenannten Environmental Clubs genutzt, das sind Umwelt-AGs, die an den Schulen bereits existieren. Die Clubs bestehen aus 30 bis 40 Kindern im Alter von 8 bis 13 Jahren, die sich ein- bis zweimal die Woche treffen.

Ziel der Knyphausen Stiftung ist es, bei den Kindern und Lehrern ein Bewusstsein für die Problematik der Müllentsorgung aufzubauen und ihnen praktische Lösungsansätze zu bieten.

Bei den Schulungen wird veranschaulicht, wie sich Müll vermeiden lässt, wie man ihn wiederverwenden kann und wie man Müll richtig trennt, anstatt ihn zu verbrennen. Auf dem Schulgelände werden Mülltonnen aufgestellt, die die Mülltrennung überhaupt erst ermöglichen. Da die Stadt Maun selbst, wie die meisten Gemeinden in Botswana, keine getrennte Müllentsorgung anbietet, kooperiert die Knyphausen Stiftung mit dem lokalen Unternehmen Gecco Investment, das den Müll abholt und zum Recycling nach Südafrika bringt.

Kids to the Bush

In Kooperation mit Cameras for Conservation

Gemeinsam mit Cameras for Conservation nimmt die Stiftungsgründerin Theda Gräfin Knyphausen einheimische Kinder und Jugendliche mit ‘raus in den Busch’.

Maun grenzt unmittelbar an das 2014 zum Weltnaturerbe ernannte Okavango Delta sowie das berühmte Moremi Game Reserve und ist Knotenpunkt der lokalen Tourismusindustrie. Während Menschen aus aller Welt nach Maun reisen um von dort die einmalige Tier- und Pflanzenwelt Botswanas zu erleben, sind die meisten Kinder der Stadt noch nie ‘draußen’ gewesen.

Einmal im Jahr nimmt die Knyphausen Stiftung rund 20 Kinder mit auf eine 3-tägige Safari vor die eigene Haustür in das Moremi Game Reserve mitgenommen. Drei Tage in die Wildnis eintauchen, über sie und von ihr lernen und ein tieferes Bewusstsein für die eigene Heimat mit ihrer faszinierenden Tierwelt erlangen. Mitfahren dürfen die Kinder, die sich bei dem Waste Management Projekt durch besonderes Engagement und Interesse hervorgetan haben. Für viele der Kinder ist es das erste Mal, dass sie in direkten Kontakt mit der atemberaubenden Natur kommen, die jedes Jahr tausende von Touristen in ihre Heimat lockt. Die Erfahrung soll für die Kinder eine Initialzündung für einen verantwortungsvollen Umgangs mit ihrer Umwelt sein.

Aus dieser Initiative hat sich inzwischen auch ein erster, zarter Austausch mit den Junior Rangern des National Parks Bayrischer Wald entwickelt. Kinder aus Botswana und Bayern haben sich etwa zum Thema Luchs und Wildhund – zwei stark bedrohten Spezies – über Plakate und Videobotschaften ausgetauscht und sich mit dem Problem der Wilderei auseinandergesetzt, einem Phänomen, dass sich auf Nord- und Südhalbkugel der Welt beobachtet lässt.

Cameras for Conservation

Cameras for Conservation ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Maun. In einer jährlichen Ausstellung präsentiert die Organisation die Arbeit von Fotografen und Künstlern aus Botswana, die sich mit dem Thema Natur- und Artenschutz auseinandersetzen. Zudem soll Schulkindern mit den ausdrucksstarken Bildern von Flora & Fauna ihre Heimat nähergebracht werden.

Junior Ranger Botswana

In Kooperation mit Future Explorers Youth Society
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Die Knyphausen Stiftung möchte möglichst viele Kinder in Maun und Umgebung mit einer außerschulischen Bildungsarbeit erreichen, um sie für den Umgang mit ihrer Umwelt zu sensibilisieren.

In Anlehnung an die deutschen Junior-Ranger-Gruppen entstand ein Junior-Ranger-Programm für Botswana, um damit dauerhaft ein natur- und umweltbezogenes Konzept zur Jugendgruppenarbeit zu realisieren.

Es geht darum Wissen nicht einfach nur zu vermitteln, sondern die Kinder und Jugendliche auf spielerische, kreative Weise neugierig auf die Natur und ihre Umwelt zu machen und ihnen eigene Gestaltungskompetenzen für eine nachhaltige Zukunft mit auf den Weg zu geben.

Future Explorers Youth Society

Der Verein FEYS wurde Ende 2015 gegründet. Boletlo James Pitseyagae, Vereinsvorstand organisiert aber schon seit 2007 ehrenamtlich Projekte für Kinder und Jugendliche in Maun und Umgebung. Das aus zwei festen Mitarbeitern bestehende Team wird durch sieben lokale Freiwillige bei bestimmten Aktivitäten unterstützt.

Zu den Vereinszielen gehört die Förderung von Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie der Schutz und die nachhaltige Entwicklung des Natur- und Kulturerbes der Region. Eine Zusammenarbeit zwischen der Knyphausen Stiftung und FEYS besteht seit Anfang 2016.

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